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Dienstag, 5. August 2014

1 - Urlaubszeit ist...

Zeit für etwas Neues: Reiten lernen


Pferde. Sie faszinieren und begleiten den Menschen schon seit Jahrhunderten. Sie waren starke Lasttiere, loyale Begleiter und schnelle Reittiere. Selbst in Kriegszeiten retteten sie so manches Mal durch ihr tiefes Vertrauen ihren Reiter vor dem sicheren Tod. Für sie selbst konnte dieses Vertrauen jedoch selbst zum Verhängnis werden. 

Heute werden diese Tiere teilweise noch von der Polizei eingesetzt, um gerade bei Demonstrationen oder anderen großen Menschenansammlungen schnell von A nach B zu gelangen. Ansonsten werden Kaltblüter auf Grund ihres ruhigen Verhaltens und ihrer Kraft gerne vor Kutschen gespannt. Warmblüter dagegen, also temperamentvolle, relativ leichte und gewandte Pferde, findet man beim Springreiten oder mit Westernsattel wieder.

Doch egal, auf welchem Pferd man reiten möchte, man sollte das Tier immer als Tier achten und nicht als Gegenstand behandeln. Es existiert die treffende Aussage: "Man kann nicht nicht kommunizieren". Das stimmt, denn nicht nur Sprache sondern auch Körperhaltung, Mimik und Gestik sprechen für oder gegen uns. Dies trifft auch auf ein Pferd zu. Je nach Lautäußerung, Körperhaltung und Ohrenbewegung zeigt das Tier eine andere Stimmung und haltung gegenüber dem Reiter, erkennt jedoch gleichzeitig jede Veränderung in der Kommunikationsweise des Menschen.

Dieses Wissen nutzt Hans-Jürgen Neuhauser, um sein eigenes Trainingsprogramm namens HJN-reiten zu entwickeln. Dabei legt er enormen Wert auf seine eigene Kommunikation. "Gymnasitizierende Führübungen", "die freie Arbeit auf dem Zirkel" und "das Reiten mit feinsten Hilfen" ergeben zusammen das Trainingsgerüst. Kurz gesagt nutzen seine Schüler beinah ausschließlich die eigene Kommunikation zum Erlernen des Reitens - mit Erfolg. Wie das funktionieren kann, zeigt er in seinen Lehrvideos auf extrafilme.de: Reiten international.

Donnerstag, 20. März 2014

20.03.2014


Internationaler Tag des Glücks

Was im alten Ägypten die Katze, in Frankreich die Amsel und in Japan der Koi ist, stellt bei uns das Pferd selbst nicht so ganz dar, aber an den Hufen trägt es häufig einen altbekannten Glücksbringer: Das Hufeisen. Mit der Öffnung nach oben soll es das Glück auffangen, mit der Öffnung nach unten demjenigen, der drunter durchläuft, Glück bescheren. Hier scheiden sich also die Geister.Aber warum gilt das Hufeisen als Glücksbringer? 

Bild von rnoid @pixabay
Ein türkisches Sprichwort bringt die einstige Bedeutung eines Hufeisen zum Tragen und lässt vermuten, warum es weltweit so beliebt wurde: "Ein Nagel kann ein Hufeisen retten, ein Hufeisen ein Pferd, ein Pferd einen Reiter und ein Reiter ein Land." Augsburger Allgemeine

Der Huf eines Pferdes besteht aus Horn, vergleichbar mit unseren Fingernägeln. Durch die ständige Bewegung nutzt sich dieser ab, wächst aber auch wieder nach. Da, früher wie heute, mit dem Pferd häufig auf hartem Boden geritten wird, nutzen sich die Hufe schneller ab, als das Horn nachwachsen kann, weshalb die Hufe durch das Hufeisen geschützt werden. Obwohl das Beschlagen der Hufe, vorausgesetzt der Schmied arbeitet korrekt, keine Schmerzen beim Pferd verursacht, gibt es mittlerweile einige Alternativen. Das Hufeisen kann beispielsweise durch einen speziellen Kleber befestigt werden. Es existieren sogar schon Schuhe für Pferde, die sogenannten „Hufschuhe“, welche dem Tier zum Reiten angezogen werden.

Aber nicht nur an den Hufen kann für angenehmeres Arbeiten mit dem Tier gesorgt werden. Da Pferde sehr feinfühlige und gelehrige Wesen sind, hat sich Hans-Jürgen Neuhauser einer anderen Art von Kommunikation verschrieben. Er verzichtet auf schmerzhaftes Trensen-Gezerre, enge Zügel oder spitze Sporen. Seine Arbeit basiert auf der nonverbalen Kommunikation. Er versteht das Herdenverhalten und nutzt dies, um eine Vertrauensbasis zu schaffen.
Dabei verzichtet er auf langes Konditionieren wodurch ein entspannteres Ergebnis erzielt werden kann. 

Wenn Reiter und Tier schlussendlich als Team fungieren, stimmt das Sprichwort von Friedrich von Bodenstedt wohl doch: „Alles Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde“.

http://www.extrafilme.de/film/239/showWer nun Herrn Neuhauser zuschauen möchte, wie er auf dem Gestüt Lipica mit den temperamentvollen Lipizzanern arbeitet und wer wissen möchte, welche Erfolge er mit seiner Art des Trainings erzielt, kann sich hier die Videos direkt anschauen.