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Donnerstag, 14. August 2014

3 - Urlaubszeit ist...

...Zeit für andere Länder

"Heyhey Wickie, hey Wickie hey!..."  Wickie? War das nicht Wickie und die starken Männer? Richig! Und welches Land ist für seine Wikinger berühmt-berüchtigt? Genau! Norwegen. Heutzutage lassen noch Museen das Zeitalter der Wikinger aufleben. Zusätzlich werden die hartgesottenen Filmfans in Bjorli eine Szene aus Harry Potter oder im Nationalpark Jostedalsbreen James Bond Kulissen wieder erkennen. 

Doch etwas ganz Besonderes stellen die Hurtigruten dar. Die natürlich entstandenen Seewege sicherten früher die Versorgung der Bewohner der einzelnen Inseln. Gerade im Winter war die Kenntnis der Wege wertvoll, denn Schnee und Eis ließen andere Strecken unpassierbar werden. Heute erfreuen sich die 12 Tage auf See bei rund 5.000 km Strecke wachsender Beliebtheit. Die Routen selbst waren, laut der Dokumentation Hurtigruten, auf keiner Karte eingezeichnet.

Ein Anlaufziel für Touristen ist die 40.000 Einwohnerstadt Ålesund, welche sich über drei Inseln erstreckt. Hier stehen die Häuser Wand an Wand zueinander, modern pastellfarben im Jugendstil gehalten, mit einer Bauweise, wie man sie dem hohen Norden gern zuordnet. Doch dies war nicht immer so. Am 23. Januar 1904 brach in dem Städtchen ein Feuer aus - mit verheerenden Folgen. "Innerhalb von 16 Stunden wurden 850 Holzhäuser in Schutt und Asche gelegt. Entfacht durch heftigen Wind, raste die Feuerwalze über die Stadt." (Quelle)

Nach dem Feuer mussten Häuser wieder aufgebaut werden und der damalige deutsche Kaiser Wilhelm II. bot seine Hilfe an. Als Norwegenliebhaber unterstützte er den Wiederaufbau mit Kapital aus seiner Privatschatulle und brachte den Einfluß aus Europa, den Jugendstil, gleich mit ein.

Die heutigen Touristen lernen auf ihrer Entdeckungsreise durch die norwegischen Hurtigruten aber noch viel mehr kennen. So nähern sie sich den sagenumwobenen "Sieben Schwestern". Sieben Wasserfällen, deren Gipfel der Sage nach einst sieben Trolle gewesen sein sollen, welche von der Sonne versteinert wurden. (Vollständige Sage)

Wo die spannende Reise noch lang führt zeigt Hurtigruten auf extrafilme.de.

Freitag, 4. Juli 2014

le Canal du Nivernais

Mit dem Hausboot durch die Burgund


Wie wäre es damit: französischer Wein, laue Abendluft und sich auf einem der schönsten landschaftlichen Kanäle Frankreichs fortbewegen, ohne das Haus auch nur einen Zentimeter zu verlassen? Mit einem Hausboot auf dem Canal du Nivernais funktioniert dies ganz einfach. 

Der künstlich angelegte Kanal, mit einer Gesamtlänge von rund 174 Kilometern verbindet seit dem 19. Jahrhundert das Flußsystem der Seine mit dem der Loire. Die Idee für diese Verbindung wurde bereits unter Henri IV. entwickelt. Der Kanal sollte den Transport von Brennholz im Land wesentlich vereinfachen. Heutzutage wird der Kanal nicht mehr für industrielle Binnenschiffahrt genutzt. Die Schiffe sind einfach zu groß und es gibt günstigere, sowie schnellere Verbindungen. Dafür lässt es sich am Ufer klasse entlang radeln. Von einem Ende zum anderen sind es laut Google nur rund 8 Stunden ;)

Entspannter und auch schneller geht es mit dem Hausboot voran. Ein Hausboot kann im Grunde mit einem Caravan verglichen werden, nur dass diese Wohnmöglichkeit nicht auf Rädern sondern im Wasser fortbewegt wird. Der langsam ansteigende Urlaubstrend bietet die volle Ausstattung einer kleinen Wohnung, ist aber zusätzlich mobil in Gewässern unterwegs. Dass sich der Urlaub mit dem Hausboot zu einem Trend entwickelt, kann gut nachvollzogen werden: Bodenständiger und günstiger als eine Kreuzfahrt, mit mehr Nähe zum Ufer. 

Am Canal du Nivernais fährt ab und an ein Bäcker mit frischen Baguettes und Croissants vorbei, so ist ein Landgang nicht zwingend notwendig, doch lohnt es sich, mit dem Hausboot anzulegen und die wunderschöne Natur aus nächster Nähe zu betrachten. Wie schön die Landschaft rund um den Kanal ist, zeigt MIT DEM HAUSBOOT DURCH DIE BURGUND.

Mittwoch, 2. Juli 2014

Spieletipps im Stau

Die Sommerferien nahen in rasantem Tempo... nicht so schnell werden zeitweise die Autobahnfahrten vorbei gehen. Gerade wer Kinder im Fahrzeug hat, weiß, wie anstrengend die Fahrten werden können. Regelmäßige Pausen an der frischen Luft sind bei längeren Fahrten unumgänglich, doch manchmal ist auch dies nicht möglich, denn in einem Stau das Fahrzeug zu verlassen und somit zu parken, kann geahndet werden.
Die besten Tipps, gar nicht erst in einen Stau zu geraten, stehen im Blockbeitrag Kein Ende in Sicht! Wenn es aber doch passiert, ist guter Rat teuer. Gameboy, PS3 und Co lassen dabei nicht lange auf sich warten. Auch das Pad mit oder ohne Internetverbindung hält für die Flucht aus dem Stau und das Entdecken von fremden Welten her. Sobald hier jedoch der Akku versagt und die Fahrzeugbatterie nicht unter dem Verbrauch der technischen Geräte leiden darf, gibt es ein paar Spiele, welche die Zeit „wie im Fluge“ vergehen lassen:

Ich sehe was, was Du nicht siehst

Nichts ist spannender, als die Welt zu entdecken. Klar, die Welt auf der Autobahn schein sehr klein zu sein, dennoch: Hat das Fahrzeug auf der Nebenspur eine grüne Farbe? Trägt der Fahrer eine rote Mütze? Ist das Gras am Fahrbahnrand bereits gelb oder hat gar ein anderes Auto gelbe Felgen? Dann kann es ja losgehen: Der erste Spieler beginnt. „Ich sehe etwas, was Du nicht siehst und das ist gelb“. Alle anderen Mitspieler suchen nun mit ihren Blicken die Umgebung ab und versuchen durch verschiedene Fragen („Ist es der Punkt auf dem Nummernschild?“) die richtige Antwort herauszufinden. Wer richtig liegt, darf sich selbst einen Gegenstand aussuchen.

Nummernschilder raten

Woher kommen die anderen Autofahrer? Mit Hilfe des Autoatlas können alle geratenen Antworten überprüft werden. Wer die meisten Nummernschilder errät, hat gewonnen.

Ich packe meinen Koffer mit...

Gespielt wird reihum.
Begonnen wird mit dem Satz „Ich packe meinen Koffer mit...“. Dann folgt ein beliebiger Begriff, beispielsweise einem „Ball“. Der nächste Mitspieler beginnt nun seinen Satz mit „Ich packe meinen Koffer mit einem Ball,...“ und setzt auch hier wieder einen beliebigen Gegenstand dahinter. Das kann auch ein „Auto“ sein. Der Nächste geht genauso vor und ergänzt die bisher entstandene Wortreihe mit einem weiteren Gegenstand.

Falsch ist richtig

Hier werden Fragen gestellt und beantwortet. Der Trick: Wer die Frage falsch beantwortet, bekommt einen Punkt. Beispiel: „Eine Tomate ist blau“ Antwort: „richtig“ (=1 Punkt); Antwort „falsch“ (=0 Punkte)

Weder ja noch nein

von Andre_Rau @ pixapay.com
Dieses Spiel fördert die Kreativität der Kinder. Auf gestellte Fragen darf weder mit „ja“ noch mit „nein“ geantwortet werden. Beispiel: „Hat Dir das Buch gefallen?“ –„Ich fand es toll“. „Kannst Du laufen?“ – „Manchmal“.

Wenn dann doch einmal eine Ausfahrt in Sicht ist, gönnen Sie Sich und Ihren Kindern die kurze Auszeit. Vielleicht gibt es dort sogar eine gesicherte Möglichkeit wie einen Kinderspielplatz, um ein wenig zu toben und somit entspannter weiterfahren zu können.



Montag, 30. Juni 2014

Aktion Häuptling Sonnenwasser

Das Land der Fußballweltmeisterschaft von einer anderen Seite

Bild von Stux @ pixabay.com
Brasilien: hier geht es heiß her. Die Achtelfinalrunden sind spannender denn je und die Fans können sich kaum vom Bildschirm trennen, um ja nichts zu verpassen. Nein, das ist keinesfalls ein Anflug von Fanatismus. Man kann es sogar ein wenig verstehen. Die Spiele sind selbst für Fußballmuffel fast schon ein wenig interessant, da sie sowohl unterhaltsam sein können, als auch alte Erinnerungen wach werden lassen. Hier wir getreten, gekratzt, gebissen und am Trikot gezerrt. Wer nicht einverstanden ist, lässt sich im richtigen Moment theatralisch zu Boden sinken; jedoch nicht, ohne sich mindestens zweimal zu überschlagen, auf dem Boden zu wälzen und ein beliebiges Körperteil mit schmerzverzerrtem Gesicht zu greifen. Ob wirklich verletzt oder nicht: Eine Show wird garantiert.

Die pure Lebensfreude und die heile Welt, welche uns während der WM vermittelt werden, findet sich leider nicht im ganzen Land. Nicht nur die Skandale um den Umgang mit den Straßenkindern haben den Westen etwas wach gerüttelt. Auch der Umgang mit der Natur verliert niemals an Bedeutung.

Das Amazonasgebiet wird häufig als Lunge der Erde bezeichnet – und eine Lunge gilt es feucht zu halten. Der Amazonas, der längste Fluss der Welt, versorgt die Wälder und die Bewohner mit lebenswichtigem Süßwasser. Aber in den 80er Jahren entstand ein großes Problem: Durchfallerkrankungen dezimierten die Zahl der dort lebenden indigenen Bevölkerung, verursacht durch eine bakterielle Verseuchung des Wassers. Kein Wunder: Der Fluß dient jeglichen Zwecken: Waschen, Toilettengang aber auch als Trinkwasser.  Das Immunsystem der dort in kleinen Dörfern lebenden Familien wäre damit fertig geworden, wenn nicht zusätzlich die Industrie ihre Abwässer in den Fluß lenken würde.

Um den Menschen zu helfen, haben sich Wissenschaftler mit einer kniffeligen Frage auseinandergesetzt: wie kann sauberes Trinkwasser in einem Gebiet zugänglich gemacht werden, welches sich fernab der Metropolen befindet? Die Lösung lautet ultraviolettes Licht. Ultraviolettes Licht zerstört die gefährlichen Bakterien. Die Wissenschaftler entwickeln ein Reinigungssystem, welches mit Solarenergie betrieben werden kann und dadurch den Bewohnern Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglicht – ohne die Anwesenheit westlicher Großkonzerne, nur Hilfe der Aktion Häuptling Sonnenwasser.

Wie emotional die Einwohner reagieren und wie das System genau funktioniert, zeigt der Film von Helge Heggblum.



Mittwoch, 18. Juni 2014

Kein Ende in Sicht

Was tun bei Stau?


Kein Ende in Sicht...
Die Sonne brennt auf den Asphalt, die Luft flimmert dank der unsäglichen Hitze und der Fahrtwind hat sich bei einer Geschwindigkeit von durchschnittlich zwei km/h verabschiedet. 

Schön, wenn man auf der Autobahn als Fahrer die Gelegenheit haben könnte, zu schreiben und das Navi in regelmäßigen Abständen fragt, ob man in den “Zu-Fuß-Modus” umschalten möchte… Wenn es jetzt schon so ausschaut, wie soll es dann werden, wenn die Sommerferien beginnen? Da wird keine Autobahn leer bleiben und die Umfahrungsstraßen bieten ebenfalls zu wenig Platz für so viele Menschen auf einmal.

Klar, man kann vorbeugen, indem man

zu Uhrzeiten losfährt, an denen die meisten Leute noch schlafen

 
vor Fahrtbeginn mehr Zeit für die Strecke einplanen

 
rechtzeitig die Verkehrsnachrichten einschaltet um frühzeitig eine Umfahrung der stehenden Fahrzeuge zu kennen

 
sich nicht an den Ferienbeginn hält und entweder ein paar Tage früher oder ein paar Tage später losfährt

 
sofern man keine schulpflichtigen Kinder hat oder sich die Arbeitszeiten nach den Schulferien richten, seinen Urlaub außerhalb der Saison 
       einplant. (Dann sind auch die Übernachtungsmöglichkeiten häufig
       günstiger


 
Urlaub auf Balkonien/Terrassien macht


Doch auch mit diesen Vorsichtsmaßnahmen lässt es sich manchmal einfach nicht vermeiden, im Stau zu stehen. Hier gilt es zu allerst Ruhe zu bewahren. Hitzköpfig hin und her zu fahren um zwei Meter weiter voran zu kommen, bringt hier herzlich wenig. Das sorgt nur, in Verbindung mit zu hoher Temperatur, für einen höheren Blutdruck. Und wer das nicht glaubt: je besser alles durchblutet wird, desto wärmer wird es wieder. Genügend Getränke vor Beginn der Fahrt mitzunehmen und griffbereit zu haben, hält den eigenen Wasserhaushalt auf der richtigen Höhe. Natürlich alkoholfrei.

Wichtig ist zudem, egal wodurch der Stau verursacht wird, eine Spur als Rettungsgasse frei zu halten. Bei zweispurigen Autobahnen muss die Mitte frei gehalten werden, bei dreispurigen Autobahnen wird zwischen der linken und der mittleren Spur platz gemacht. Das kann nicht nur Leben retten, sondern hat den tollen Nebeneffekt, dass durch die bessere Erreichbarkeit einer Unfallstelle sich auch der Stau viel besser auflösen kann.

Rechner und Lenkrad
passen nicht zusammen
Nur auf eines sollte man definitiv verzichten: Während des Staus als Fahrer unentwegt auf Navi, Handy oder Laptop rumzutippen. Die Aufmerksamkeit wird auf das entsprechende Gerät gelenkt und ein weiter Unfall durch eigenes Verschulden bzw. Mitverschulden ist schneller passiert als man meinen möchte. Dann lieber, wenns mal wieder länger dauert, man aber keinen festen Termin vor Augen hat... ruhig eine Pause auf einem Rastplatz einlegen. Das spart Sprit und Nerven, die Zeit ist so oder so vorbei. 

Kinder im Fahrzeug haben da weniger Entspannung, da es fix langweilig wird. Je entspannter die Eltern jedoch auf Stau reagieren, desto ruhiger sind auch die Kleinen. "Mama, mir ist laaangweilig", "Papa, wie lang noch?" oder "Sind wir bald dahaa?" dürfte vielen Eltern mehr als bekannt vorkommen. Elektronische Spiele und interessante Filme auf dem Tablet schaffen Abhilfe. Wer seine Kinder jedoch lieber ohne Technik ablenkt, findet HIER ein paar Spiele für die Autofahrt! :)

Bis dahin: ruhige Nerven und eine sichere Fahrt!

Dienstag, 17. Juni 2014

Brasilien und Amazonien erleben

Immer nur Fußball?


Klimazonenkarte
Die Fußball-WM ist nach einer bunten Eröffnungsfeier in vollem Gange, trotz heftiger Krawalle und Proteste im Vorfeld. Diese haben sich nun ebenfalls beruhigt, da scheint die Liebe zum Fußball größer zu sein, als der Ärger über den hohen Geldeinsatz für die Ausrichtung des Sportgroßereignisses. Die Begeisterung für Fußball ist jedoch nicht nur vor Ort zu spüren, auch hier in Deutschland fiebern Fans mit ihren Mannschaften. Von den klimatischen Herausforderungen in Brasilien bemerken die deutschen Fans in der gemäßigten Zone allerdings nichts. Brasilien befindet sich teilweise in der Äquatorialebene, was bedeutet, dass die Sonne in einem direkteren Winkel als bei uns auf die Erde brennt. Die Sonnenstrahlen legen einen kürzeren Weg zurück und wirken intensiver. Obwohl wir die Sommerzeit bei uns genießen, und sich Brasilien durch seine Lage auf der Südhalbkugel im tiefsten Winter befindet: Bei 25 Grad im Schatten lässt sich der Winter schon aushalten.

Das gilt auch für Flora und Fauna in Brasilien, welche sich in voller Farbenpracht zeigen – eine Konkurrenz zu manch einem Fußballanhänger vor Ort! Das wohl bekannteste Gebiet Brasiliens ist das Amazonasgebiet. Ein empfindliches Ökosystem, welches über 40 Prozent der Gesamtfläche Brasiliens für sich beansprucht. Im Jahr 2000 waren das noch 240.000m² mehr. Hier finden sich die meisten Arten an Pflanzen und Tieren auf einer Fläche. Alleine die in Europa beliebte Orchidee lebt in über 1.000 verschiedenen Variationen im Amazonasgebiet.

Stahlbischof im Amazonas
Der Wald selbst weist eine ökologische Eigenstabilität auf. Das bedeutet nichts anderes, als dass sich die Natur ohne Probleme eigenständig am Leben erhält. Wenn eine Pflanze stirbt, wächst an der gleichen Stelle niemals eine neue der gleichen Art. Dadurch kann ein Nährstoffmangel ausgeschlossen werden. Die absterbenden Lebewesen dienen zusätzlich als Dünger und Nahrungsquelle. Die hohen Temperaturen machen dem System, ohne die Eingriffe der Menschen, nicht für lange Zeit zu schaffen, da die Feuchtigkeit der vorangegangenen Regenzeit in großen Mengen gespeichert werden kann. Selbst wenn hier der Dschungel vorherrscht, gibt es Menschen, welche hier leben und Touristen, die sich neugierig auf eine abenteuerliche Reise begeben wollen.

Wie die Einwohner hier leben und was die Touristen im Amazonasgebiet erwartet, zeigt „Brasilien und Amazonien erleben“.

Sonntag, 8. Juni 2014

Am Tag des Meeres mit dem Reisemobil unterwegs

Caravaning durch die Normandie


Die Sonne brennt erbarmungslos vom Himmel, ein Getränk nach dem anderen wird geleert und jeder Schatten spendende Tunnel entpuppt sich als willkommene Abwechslung. Während sich die Körpertemperatur durch Fahrtwind und den langen, sonnengeschützten Tunnel wieder reguliert, kommt die nächste Ladung Sonnenmilch zum Einsatz. Der eigenwillige, mit Urlaub zu verbindende, Geruch steigt in die Nase.

Doch es riecht noch anders: salzig. Etwas Salzgeschmack verbreitet sich zusätzlich auf der Zunge. Am Ende des Tunnels angekommen eröffnet sich eine Aussicht, wie sie kaum schöner sein könnte: Das Meer! Tiefblau funkelt der Ozean in der Sonne. Das entfernte Kreischen der Möwen dringt an die Ohren der Reisenden, sobald sie das Tageslicht wieder begrüßt. Ihr Ziel haben sie erreicht: Die Normandie!

„Leben wie Gott in Frankreich“ lautet die Devise der Reisenden. Sie beginnen ihre Reise mit „Le Tréport“, wo sich die höchsten Klippen Frankreichs befinden. Besonders sehenswert sind unter anderem die höchste Kreidefelswand Europas und die Kirche Saint-Jacques, deren Besichtigungen dank der ausgebauten Caravan Stellplätze keine Hürde darstellt. Fischliebhaber kommen hier ebenfalls auf ihre Kosten, denn fangfrisch werden die Tiere auf dem Markt angeboten.

Notre-Dame
Weiter geht es über die Cidreroute, der Route direkt zum typisch französischen Apfelwein, welcher dank seines geringen Alkoholgehaltes nicht nur von den Beifahrern in Maßen genossen werden kann. Deauville, Arromanches, la Cambre, Saint Vaast la Hougue, Gooleville-sur-Mer, und weitere spannende Orte werden mit dem Reisemobil besucht, um die schönsten, erholsamsten, wissensreichsten und interessantesten Ecken der Normandie für Caravaner zu entdecken. Warum sich das lohnt?


Mittwoch, 23. April 2014

Cassandra

Zwischen Antike und Neuzeit
Das trojanische Pferd im Vergnügungspark
Mt. Olympus Water & Theme Park in Wisconsin Dells
Cassandra war eine tragische Figur aus der griechischen Mythologie. Ihre Fähigkeit, Weissagungen zu treffen, erhielt sie durch den Gott Apollo, welcher von ihrer Schönheit beeindruckt war. Da sie jedoch nicht auf sein Umwerben reagierte, verfluchte er sie. Somit konnte sie zwar noch immer in die Zukunft sehen, doch niemand vertraut mehr auf ihre Fähigkeiten. Daher war der Untergang Trojas „beschlossen“, denn ihre Warnung vor dem berühmten trojanischen Pferd wurde in den Wind geschlagen.

Doch Cassandra ist nicht nur eine wichtige Person der antiken Mythologie, der Name ist auch die Bezeichnung für einen Zacken aus Poseidons Dreizack. Nicht dem Gegenstand, sondern der Halbinsel Chalkidiki, welche häufig als Poseidons Dreizack betitelt wird. Cassandra, Sithonia und Athos erstrecken sich als die drei Zacken beziehungsweise als Landzungen ins Ägäische Meer. Verwaltet wird diese Halbinsel von Zentralmakedonien, einem der dreizehn Regionen Griechenlands.

Aber was macht diese Halbinsel so besonders? Der Name? Die geografische Lage und das damit verbundene Klima? Sicherlich, aber es gibt noch viel mehr zu entdecken. Nicht nur, dass hier, in der Stadt Stageira, der altbekannte Aristoteles zur Welt kam; es leben auf der Landzunge Athos heutzutage beinah ausschließlich Mönche als autonome Gemeinschaft unter der griechischen Souveränität.

Zusätzlich bietet die Stalaktitenhöhle „Petrolana“ für Anthropologiebegeisterte etwas Besonderes zu entdecken, denn hier wurden rund 700.000 Jahre alte Überreste der Menschen gefunden. Nicht zu vergessen ist aber die grandiose Landschaft, welche in der Dokumentation Chalkidiki keineswegs zu kurz kommt.







Donnerstag, 27. März 2014

Schamonis Filmpremiere in Berlin - 2

Kleiner Reisebericht, die Zweite!

Nach einigen Umwegen durch Baustellen und behangene Gebäude - die Fassaden der Bauten wurden auf eine Art Leinwand aufgemalt, weil das Original erst gebaut oder restauriert werden muss - finden meine Kollegin Melanie und ich schließlich unser Hotel. Traumhaft! Bis zur Premiere sind es noch 2 Stunden, die Uhr tickt.

15.00 Uhr: Wir teilen uns auf, um noch ein wenig die Stadt zu erkunden. Wie häufig einem dabei ein Abbild des Brandenburger Tors begegnet, kann nicht mehr an einer Hand abgezählt werden. Alleine die U-Bahn- Fenster sind symmetrisch voller weißer Tore.

16:30 Uhr: Gestärkt machen wir uns auf den Weg zum Kino Arsenal. 11 Stockwerke warten hier auf uns. Die Filmpräsentation findet im 2. UG statt. Die Aftershow-Party kann im 9.OG unter dem Dach des Potsdamer Platzes genossen werden.

19:00 Uhr: Das Banner steht, Popcorn liegt bereit, gegessen zu werden (leider aber nicht im Kino selbst, weshalb sich alles im 9. OG wiederfindet) und die Gäste treffen ein, um sich die ”Schonzeit für Füchse” zu Gemüte zu führen.


21:00 Uhr: Unruhig treten hier oben im 9. OG die Teammitglieder von einem Fuß auf den Anderen. Die Vorstellung ist zu Ende, werden die Vorbereitungen umsonst sein? Denn die Gäste lassen gerade auf sich warten.

Fortsetzung folgt…

Samstag, 8. März 2014

Eine populäre Insel zwischen Mozambique und Mauritius

Ein Inselreich - fast schon ein Kontinent?


King Julien VIII, von jDevaun @flickr
I like to move it, move it, I like to move it, move it, I like to move it, move it, You like to... MOVE IT! Wer kennt diesen Ringelschwanz nicht, der es mit seiner lauten und quirligen Art immer wieder schafft, gewisse Pinguine aus Madagaskar auf die Palme zu bringen? Moment, Madagaskar? Pinguine? Nein, Pinguine gehören an den Südpol. Lemuren aber, kommen tatsächlich von der Südafrikanischen Insel, die ein eigenes kleines Inselparadies darstellt. Ein in sich geschlossenes Biotop, mit einer Artenvielfalt in Fauna und Flora, wie sie auf diese Art und Weise nirgends auf der Erde existiert.

Eine faszinierende Welt mit den berühmten Affenbrotbäumen, den beinah unsichtbaren Chamäleons sowie dem kleinsten Frosch der Erde eröffnet sich jedem Besucher. Nicht zu vergessen sind natürlich die, auf der Insel lautesten, Einwohner: die Lemuren. Bekannt für ihre enorme Sprungkraft wandern sie durch die Baumkronen auf der Suche nach saftigen Blättern und süßen Früchten.

Im 15. Jahrhundert sollen sie sogar britische Seefahrer mit ihren Rufen in die Flucht geschlagen haben. Das Gebrüll mancher Arten kann bis zu 3 Kilometer gehört werden... Ein Zeichen dafür, dass diese Tiere definitiv nicht als Haustiere geeignet sind; welches Trommelfell würde das dauerhaft aushalten? Neben der artenreichen Flora und Fauna leben auch Menschen auf Madagaskar. Geschützt vor den Geschehnissen auf dem Festland Afrikas durch die Meerenge „Straße von Mozambik“ produzieren sie hier mit viel Geschick Gegenstände, welche auf ihre Herkunft hinweisen.

                                                                                        just click
http://www.extrafilme.de/film/392/show
Was das für Dinge sind, woher die Einwohner ursprünglich kommen und warum Lemuren, trotz der ehemaligen "Einwanderer" noch leben, wird in dem Film "Madagaskar&Lemuren erleben" erklärt. Gemeinsam mit einer kleinen Gruppe Touristen machen sie sich auf, die Schätze der Insel zu durchforsten, die Kultur ein wenig kennen zu lernen und Tiere zu entdecken, welche die Reisenden ohne das geschulte Auge eines Einheimischen niemals zu Gesicht bekommen hätten.

Freitag, 28. Februar 2014

Die Oscarverleihung am 2. März 2014 im Dolby Theatre in Los Angeles


Los Angeles - eine Stadt mit zwei Gesichtern

Nicht mehr lange und der rote Teppich wird ausgerollt, viele Berühmtheiten werden wieder auf genau diesem auf und ab spazieren, sich bewundern und fotografieren lassen. Ganz Hollywood leuchtet seit dem 24. Februar 2014 bereits im Rampenlicht, Kamerateams und Fotografen belagern die Stadt, jetzt noch ein Hotelzimmer zu bekommen ist ein Ding der Unmöglichkeit. Unser Bild von Hollywood, der bekannte Walk of Fame, ein Gehweg über 18 Häuserblocks, auf dem berühmte Stars in Form eines in den Boden eingelassenen Sterns geehrt werden, das berühmte Madame Tassaud´s mit ihren fast schon lebendig aussehenden Stars aus Wachs, beeindruckende Skylines, eine traumhafte Strandpromenade, wunderschöne operierte Menschen mit Starfaktor oder auch einfach nur viel Geld - doch der Schein trügt, denn diese Menschen machen gerade mal 8 Prozent der Bevölkerung in Hollywood aus.


Die Armut lebt nur 2 Blocks vom Glitzerparadies entfernt - zwei Welten, zwei Gesichter - und 
vielleicht auch die Schattenseite von Hollywood mit ihrem vielen Bling Bling, mit welchem sie versucht den Menschen auf aller Welt einen besonders glamourösen Eindruck zu vermitteln.  Doch blickt man hinter die Fassade entdeckt man viele verschiedene Kulturen, die unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen, hohe Mieten, niedrige Löhne, der perfekte Herd für die Entstehung von Unruhen und Gangs. Und doch ströhmen immer weiter Einwanderer nach Hollywood, alle mit Träumen und Wünschen, doch nur die Wenigsten erreichen ihr Ziel und somit die Erfüllung ihres Traumes.



Filmtipp:
Der Film "Kalifornien" von dem Wissen-Verlag Komplett Media berichtet über Los Angeles, Hollywood, Veranstaltungen, Sehenswürdigkeiten und Menschen - jetzt direkt online sehen auf extrafilme.de, dem neuen Portal für Special-Interest-Filme.

Freitag, 14. Februar 2014

"Fortschritt durch Technik"

Eine einschlagende Vision für Russland

Wir schreiben das Jahr 1891 – Die Pferde sind gesattelt und vor der Kutsche eingespannt. Die, aus den Nüstern, geschnaubte Luft materialisiert sich sichtbar und steigt als kleine Dampfwolken in die Höhe. Die Hufe scharren auf dem Boden und eines der Tiere wiehert unruhig. Berichte von Schriftstellern und Reisenden lassen nichts Gutes erahnen. Die Fahrt wird holprig, anstrengend und sehr zeitaufwendig. Einige berichteten, die Kutsche sei auf dem Weg umgefallen und man habe sich Blessuren durch umherfliegende Materialien geholt. Nichtsdestotrotz muss die Kutsche gen Osten aufbrechen, von Moskau bis nach Wladiwostok werden einige Tage, gar Wochen vergehen. Der Kutscher zurrt die letzten Seile fest und steigt auf seinen Bock...


Das muss doch anders gehen, dachten sich der russische Zar Alexander und sein Sohn sowie Thronfolger Nikolaus. Sie hatten eine fortschrittliche Idee: Schienennetze funktionieren doch in Nordamerika, warum nicht auch im Land von Väterchen Frost? Über 7 Zeitzonen hinweg wurden Schienen verlegt und haben bis heute ihre existenzielle Daseinsberechtigung. Die Transsibirische Eisenbahn hatte ihre ersten Fahrten. Wege konnten nun schneller, angenehmer und effizienter zurückgelegt werden.


Mittlerweile führen die Schienen der Transsibirischen Eisenbahnstrecke bis nach Peking, die Reisenden haben also einen interkontinentalen Weg vor sich. Als besonders beeindruckend beschreibt der Film "Transsibirische Eisenbahn"   die Fahrt von China gen Westen. Durch die Fahrtrichtung werden Reisende beinah permanent von der Sonne begleitet. Man gewinnt Zeit, viel Zeit. Bei 7 Zeitzohnen jedes mal eine Stunde zurück zu drehen lässt die Reise schon beinahe als Jungbrunnenersatz erscheinen.

http://www.extrafilme.de/film/319/showDie Reise beginnt in China, zeigt die Wahrzeichen, die Kultur und die Menschen in dieser Stadt. Danach geht es die Reitrouten von Dschingis Khan entlang durch die Mongolei bis zu einer der kältesten Hauptstädte der Welt, trotz der über 250 Sonnentage in einem Jahr... Nach vielen Zwischenhalten, einer Schiffsreise und den bunt gemischten Eindrücken diverser Dörfer sowie Städte fährt der 600m lange Zug im Bahnhof von Moskau ein.


Wo wird vergorene Stutenmilch gern getrunken? Wo befindet sich das frühere Vorkommen der Hälfte aller Bodenschätze und Erze? Sieht man die Chinesische Mauer wirklich vom Weltall aus? Wie lang sind die Schienen der Transsibirischen Eisenbahn insgesamt? Diese und weitere Fragen werden in den dem Film Transsibirische Eisenbahn bei einer Fahrt quer durch Russland im Kontext leicht beantwortet.


Neugierig geworden? Viel Spaß beim Anschauen.


Dienstag, 28. Januar 2014

Urlaub für 2014 schon geplant?

Wie wäre es mit der grünen Insel "Irland"?

Saftig grüne Wiesen, alte Klöster und verwunschene Buchten laden zu einem Besuch ebenso ein wie die turbulenten Städte und musealen Sammlungen, die ein umfassendes Bild des Landes erzählen, das seit Urzeiten keltisch geprägt ist.


Die besonders gelassene Lebensart, geprägt durch den trockenen Humor der Iren lädt zum Entspannen ein, viele mythische Geschichten, historische Gebäude, die berühmt berüchtigten Steinkreise und atemberaubende Landschaften zum Staunen.




 

Auf dieser wunderschönen Insel, auf der es so viel zu entdecken gibt und zu der sich eine Reise immer lohnt. Gelegentlich scheint es sogar, als würden die Elfen und Leprechaun – kleine zwergähnliche Trolle – um jede Ecke schauen, um den Besucher zu necken oder ihn in ihr nebulöses Reich zu entführen.

Mehr Irland Impressionen jetzt online sehen bei www.extrafilme.de

"Irland ein Geschenk"

Montag, 13. Januar 2014

In 80 Tagen um die Welt...

...oder „le tour de monde en quattre-vingts jours“, ein Roman von Jules Verne, welcher durch alle Generationen schon einmal gelesen, oder zumindest die Verfilmung angeschaut, wurde. Eine banale Wette animiert den Protagonisten, waghalsige Abenteuer auf sich zu nehmen, um zu beweisen, dass es möglich ist, die gesamte Welt innerhalb von 80 Tagen zu bereisen. Dabei nutzt er jede erdenkliche Reisemöglichkeit: vom Elefanten bis zum Schiff.

Heute ist es möglich, die Erde in weniger als 80 Stunden zu umrunden, was jedoch vom gewählten Transportmittel abhängt. Aber wieviel Zeit bleibt bei so einer Reise noch für die interessanten Einblicke in die einzelnen Kulturkreise? Dann doch lieber eine kürzere Strecke, aber dafür mehr einzigartige Impressionen. 


Das dachte sich vermutlich auch das Team um J. A. Schulz und machte sich auf den Weg, europäische Kulturschätze zu entdecken.

Ihre Ausrüstung:    Kamera und Mikro


Ihre Wege:            Asphalt, Kopfsteinpflaster und Beton


Ihr Ziel:                zwischen     45.496383 N/ 13.501294 E
                           und             44.805999 N/ 13.9515 E


Hier gibt es schon auf dem Weg Einiges zu entdecken. Neben grandiosen Landschaften begeistern je nach Zwischenstop landestypische Spezialitäten in jeglicher Hinsicht. Schon vor Istrien beginnt die Luft salzig zu schmecken. Die Sonne spiegelt sich glitzernd auf dem Meer und der angenehme Fahrtwind temperiert das Fahrzeug fast ohne Klimaanlage oder Heizung. Google Maps hatte Recht, von Hamburg aus benötigt man knapp fünfzehn Stunden bis zum Herzen Istriens. 

Und wem das zu lang ist, kann sich die kürzere Fassung dieser Reise mit vielen Tipps online auf extrafilme.de anschauen.